Blaskapelle Oyten e.V.

wir machen Musik

Rotenburger Rundschau 31.01.2018

Stehende Ovationen für Blaskapelle Oyten

Von Pop bis Walzer

 

Oyten (kr). Am vergangenen Sonntag gab die Blaskapelle Oyten ein viel umjubeltes Konzert im Rathaus Oyten. Dieses Konzert war auch insofern etwas besonderes, weil es den Auftakt ihres Jubiläumsjahres darstellte, denn die Blaskapelle feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Nicht ein einziger Stuhl war in dem geräumigen Saal mehr verfügbar, alle 240 Eintrittskarten waren weggegangen wie warme Semmeln.

 

Torsten Nolte, Vorsitzender des Ensembles, der mit Charme und Esprit die Begrüßung der Gäste übernommen hatte, ließ es sich nicht nehmen, die Gemeinde Oyten in seine Dankesworte zum Jubiläum einzubinden.

Immerhin könne die Blaskapelle stets auf einen verlässlichen Probenraum im Rathaussaal zurückgreifen, hieß es in seiner Ansprache, die er direkt an den anwesenden Bürgermeister Manfred Cordes richtete. Mit dem Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ wurde dieses Dankeschön musikalisch untermalt. Wie bei allen Konzerten der Blaskapelle wechselte die Moderation während des Konzertes, was für das Publikum einen frischen Touch mit sich brachte. Der Publikumsrenner „An der schönen blauen Donau“, der Klassiker von Johann Strauß, angesagt von Stefan Lutz, wurde so gefühlvoll und ohrgängig rübergebracht, dass er die Herzen rührte. Bei diesem Stück konnten die Bläser so richtig zur Hochform auflaufen. Italo-Pop, angesagt von Dörte Tietgens, stellte dem ein junges, fröhliches Kontrastprogramm gegenüber. Im Verlauf des Abends lief die Blaskapelle zur Höchstform auf.

 

Wie bei allen Konzerten zelebrierten die Musiker unter dem Dirigat von Holger Becker eine Darbietung, die keine musikalischen Wünsche offenließ und in großen Applaus mündete.

 

 

 

Achimer Kurier 17.01.2018

 

Mehr als nur Polka und Walzer

Marius Merle 16.01.2018
 
Blaskapelle Oyten
Ein eingespieltes musikalisches Team: die Blaskapelle Oyten. (FR)

Montagabends geht es im Rathaussaal Oyten stets sehr musikalisch zu. Denn wenn nicht gerade eine politische Sitzung ansteht, dann findet dort die wöchentliche Probe der Blaskapelle Oyten statt. Und jeder, der zu dieser Zeit ins Rathaus geht, kommt automatisch in den Genuss einiger Töne des Ensembles. Wer sich einmal ein genaueres Bild des Repertoires der Blaskapelle machen will, der hat dazu nun am Sonntag, 28. Januar, die Gelegenheit. Denn dann gibt die Gruppe im Ratssaal ein Konzert, zu dem natürlich auch alle Zuhörer eingeladen sind, die schon länger Anhänger der Formation sind. Schließlich feiert sie in diesem Jahr bereits ihren 30. Geburtstag und hat daher schon so einige Auftritte auf dem Buckel.

28 Mitglieder zählt die Blaskapelle Oyten derzeit. „Zu Spitzenzeiten waren es mal rund 45“, erinnert sich Peter Köster zurück, der gemeinsam mit Wolfgang Hasch, Joachim Stolz und Silvia Nolte zu den noch aktiven Gründdungsmitgliedern gehört. Die aktuelle Mitgliederzahl reiche schon noch aus für ein solches Ensemble, wie der Vorsitzende Torsten Nolte erklärt. Vor allem, weil die wichtigen Instrumente alle besetzt sind. Dazu gehören etwa Alt- und Tenorsaxofon, Querflöte, Klarinette, Tuba, Tenor- und Baritonhorn, Posaune und auch Schlagzeug. Dennoch versuche man seit Jahren, auch über den Kontakt zur Kreismusikschule, neue Mitglieder zu gewinnen – was sich schwierig gestaltet. „Es ist eine Mentalitätsfrage. In Norddeutschland sind Blaskapellen nicht so gefragt, in Süddeutschland haben einige Gruppen angeblich aufgrund zu hoher Nachfrage Aufnahmestopps“, erzählt Nolte.

Dabei hält sich die Konkurrenz in der Region in Grenzen. Nur in Lilienthal und Mahndorf gebe es in Bremen und umzu vergleichbare Bläserensembles. Das führt auch dazu, dass manche Mitglieder einen weiten Weg für die Proben und Auftritte auf sich nehmen. „Einige fahren jede Woche mehr als 80 Kilometer“, weiß der Vorsitzende zu berichten. Der Großteil komme aber schon immer noch aus Oyten – häufig gleich mehrere Musiker aus einer Familie. Auch Nolte ist erst durch die Familie dazu gekommen, überhaupt mit dem Klarinettespielen zu beginnen. Schließlich spielen seine Frau Flöte und sein Schwiegervater Tuba in der Oytener Blaskapelle. „Was sollte ich da machen?“, fragt er mit einem Lachen. 1991 trat er so auch dem Ensemble bei. Seit 2014 ist Nolte Vorsitzender.

Seit seinen Anfangszeiten habe sich das Repertoire der Blaskapelle deutlich erweitert. „Angefangen haben wir mit klassischer Blasmusik, wie Polka und Walzer. Jetzt ist es deutlich breiter gefächert“, erzählt Nolte. Inzwischen spiele man auch Modernes, etwa Stücke aus Hollywoodfilmen und auch ein Helene-Fischer-Potpourri habe es schon gegeben. „Also durchaus Musik, die jeder leicht wiedererkennt.“ Dirigent ist seit rund zwei Jahren Holger Becker aus Wildeshausen, ein auch überregional renommierter Musiker. Und die Blaskapelle Oyten leistet sich sogar mit Ralf Köhnken aus Lilienthal noch einen Ersatzdirigenten. Sein Sohn Timon ist mit 13 Jahren auch mit Abstand das jüngste Mitglied der Formation und nicht einmal halb so alt wie die Blaskapelle Oyten. Wenn es nach Nolte geht, sollen beim Ensemble auf jeden Fall noch einige Jahre hinzukommen. Nun liegt der Fokus aber erst einmal auf dem Auftritt anlässlich des runden Geburtstages.


Beginn des Konzertes zum 30-jährigen Bestehen im Rathaus ist um 16 Uhr, Einlass ist ab 15.30 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von sieben Euro sind bei Papier Meyer, unter Telefon 0 42 07 / 9 09 92 20 sowie bei allen Mitgliedern der Blaskapelle erhältlich. An der Tageskasse kostet der Eintritt neun Euro.